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Traumberuf Wissenschaftler*in

Dienstag, 13.07.2021, #job

In Kooperation mit dem DocService und der Doctoral Academy Graz

Die Grenzen des bekannten Wissens überschreiten, die Welt in all ihrer Komplexität erforschen und Impulse zu ihrer nachhaltigen Verbesserung geben, intellektuelle Erfüllung finden und eine kritisch-differenzierte Geisteshaltung anderen vermitteln – viele Gründe machen eine wissenschaftliche Berufslaufbahn zu einer hochattraktiven Karriereoption für Studierende.

Doktorand*innen gelten laut European University Association nicht mehr als Studierende, sondern als Nachwuchsforschende (Early Stage Researchers), das Doktoratsstudium ist die erste Stufe einer wissenschaftlichen Karriere. Für eine erfolgreiche Bewerbung auf eine finanzierte Doktorand*innenstelle sind deshalb neben einer ausgezeichneten Abschlussarbeit und guten Noten im Masterstudium bereits wissenschaftliche Leistungen wie kleinere Publikationen und Konferenzteilnahmen wie auch Arbeitserfahrungen als Tutor*in/Studienassistent*in nachzuweisen.

Es ist deshalb ratsam, schon im Grundstudium mit der Hilfe von Forschenden und Lehrenden aus dem eigenen Fachbereich erste Schritte im Wissenschaftsbetrieb zu machen. Auch Auslandsaufenthalte an internationalen Universitäten können schon im Bachelor- oder Masterstudium absolviert werden. Neben wichtigen persönlichen Erfahrungen kann man dabei auch an der Fähigkeit arbeiten, am (englischsprachigen) internationalen akademischen Diskurs teilzunehmen.

Beginnt man nun ein Doktoratsstudium, sollte man bei der Wahl der Betreuungsperson sowie weiterer Mentor*innen sorgsam vorgehen. Dissertationsbetreuende sollten fachliches Interesse am gewählten Dissertationsthema haben, die Finanzierung ihrer Doktorand*innen fördern, einen konstruktiven Austausch innerhalb ihrer Doktorand*innengruppe ermöglichen und Hilfestellungen zur Teilnahme an wissenschaftlichen Aktivitäten (Publikationen, Konferenzteilnahmen, Abhaltung von Lehrveranstaltungen) bieten. Wissenschaftliche Karrieren nehmen meist von engagierten Dissertationsbetreuenden und anderen Mentor*innen (Zweitbetreuenden, Postdocs) ihren Ausgang.
 

Unterstützung in überfachlichen Bereichen, die in Betreuungsgesprächen meist eine untergeordnete Rolle spielen, bieten Servicestellen für Doktorand*innen. An der Universität Graz wurden hierfür das DocService und die Doctoral Academy eingerichtet. Das DocService dient als Anlauf- und Beratungsstelle für alle Fragen, die das Doktorat betreffen – vom Doktoratscurriculum bis zur Guten Wissenschaftlichen Praxis, von finanziellen Fördermöglichkeiten bis hin zu eventuell auftauchenden Krisen (Stichwort: Mental Health) im Promotionsverlauf. Neben der umfangreichen Website stehen die Mitarbeiter*innen des DocService auch für Gespräche vor Ort, telefonisch und per E-Mail zur Verfügung. Das DocService-Kursprogramm enthält Angebote von der Organisation des „Projekts“ Doktorat bis hin zum effizienten Verfassen von Dissertationen.

Das Kursprogramm der Doctoral Academy ist auf die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen für eine Karriere im Wissenschaftssystem ausgerichtet. Die Kurse zu Themen wie „Proposal Writing“, „Publishing“ oder „Presenting at Conferences“ werden auf Englisch angeboten und stehen allen Doktorand*innen der Universität offen. Die weiteren Förderangebote der Doctoral Academy, beispielsweise für die Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen oder Konferenzteilnahmen, stehen den Doktorand*innen und Betreuenden der Mitgliedskonsortien zur Verfügung. Die Aufnahme von Doktorand*innen in Mitgliedskonsortien erfolgt über die internationale Ausschreibung von Predoc-Stellen.
 

Mit diesen und weiteren Angeboten wie dem UNISTARTwiss-Programm, dem Karriereprogramm für Wissenschaftlerinnen oder den Förderungen der Arqus European University Alliance unterstützt die Universität Graz Doktorand*innen dabei, sich von in Rezeption und Reproduktion geübten Studierenden zu aktiv an der Scientific Community teilnehmenden (Nachwuchs-)Forschenden zu entwickeln. Für Nachwuchsforschende sollte dabei der Leitgedanke sein, dass auf dem teils prekären Weg zum Traumberuf Wissenschaftler*in nicht nur fachliche Exzellenz, sondern auch Fähigkeiten in Organisation und Projektmanagement wie soziale Kompetenz und individuelle Resilienz Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg bilden.

 

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