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Bewerbungsfragen...

Dienstag, 08.06.2021, #job

... mal anders. Was bringen außergewöhnliche Fragen?

Wer kennt sie nicht, die klassischen Bewerbungsfragen. Doch die Frage nach der Anzahl der Schafe in Neuseeland bringt so manche*n durcheinander. Warum werden solche Fragen gestellt und wie soll man darauf reagieren?

Fragen nach den Beweggründen für eine Bewerbung oder nach der Berufserfahrung werden von den Bewerber*innen erwartet, daher ist man auf diese zumeist gut vorbereitet. Es gibt jedoch auch Fragen, auf die sich die meisten nicht vorbereiten, weil mit derartigen Fragen gar nicht gerechnet wird. Dazu zählen Schätzfragen oder andere Fragen, die einem etwas unpassend und nicht relevant vorkommen. Doch was ist der Sinn dahinter?

Ungewöhnliche Bewerbungsfragen dienen dazu, Ihre Stressresistenz zu testen. Wer sich schnell aus der Ruhe bringen lässt, wenn man keine Antwort parat hat oder rasch aufgibt, der*die hat sich durch solch eine Frage in die Falle locken lassen.

Folgende Fragen können dabei vorkommen:

Wie viele Schafe hat Neuseeland? Wie viele Kühe gibt es in Kanada?

Hier geht es nicht darum, eine richtige Antwort zu geben, da dies auch gar nicht möglich ist. Wichtig ist, dass Sie die Ruhe bewahren und eine Antwort geben können.

Wenn ich zu Ihnen heute zum Essen kommen würde, was würden Sie kochen? Welche Urlaubsdestination könnten Sie mir empfehlen?

Diese recht ungewöhnlichen Fragen erfordern oftmals eine kurze Pause, um über die Antwort nachzudenken. Sprechen Sie ruhig Ihre Gedankenprozesse aus, damit Ihr Gegenüber mitverfolgen kann, nach welchen Kriterien Sie auswählen. Achten Sie jedoch auch darauf nichts Unüberlegtes auszusprechen.

Wenn Sie sehen, dass jemand einen Euro stielt, würden Sie das melden?

Derartige Fragen, die ethische und moralische Aspekte miteinbeziehen, sind mit Fingerspitzengefühl zu beantworten. Hier ist es besonders wichtig, dass Sie sich bewusst die Zeit nehmen, um über Ihre Antwort nachzudenken. Stellen Sie zuerst klar, dass Sie Diebstahl grundsätzlich moralisch nicht für vertretbar halten, aber Sie in Abhängigkeit der Situation anders handeln würden. Hier könnten Sie überlegen, wie Sie vorgehen würden. Würden Sie die Person selber zur Rede stellen? Würden Sie der Person selber etwas Geld geben, wenn Sie sehen, dass die Person dieses dringend braucht? Wichtig ist, dass Ihre Antwort den gängigen gesellschaftlichen und rechtlichen Moralvorstellungen entspricht, sowie auch den moralischen und ehtischen Grundsätzen der jeweiligen Firma. Und am wichtigsten – Ihre Antwort sollte auch zu Ihren eigenen Moralvorstellungen passen.

Was ist Ihr Lieblingslied? Singen Sie mal?

Diese Frage erzeugt besonders viel Stress, zumal viele nicht gerne vor anderen singen. Ein Lied beim Vorstellungsgespräch zu schmettern ist schon recht herausfordernd und oftmals auch mit einer gewissen Scham besetzt. Hier wird deutlich, ob Sie über Ihren Schatten springen können und trotz schiefer Töne selbstbewusst bleiben oder ob Sie eine Herausforderung ganz ablehnen oder in der Durchführung immer unsicherer und leiser werden. Bleiben Sie daher stark und groß in der Körperhaltung und singen Sie ein paar Zeilen – Sie müssen hier nicht lange durchhalten!


Bei all diesen Fragen ist es daher wichtig, Ruhe zu bewahren, sich die Zeit nehmen um über eine Antwort nachzudenken und spontan eine Antwort geben zu können. Auch wenn Sie sich gestresst fühlen und Ihnen im ersten Moment nichts einfällt – geben Sie nicht auf, sondern überlegen Sie weiter!

 

Autorin: Gudrun Graschi
Beraterin und Trainerin im Career Center der Uni Graz

 

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