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Vitamin B

Dienstag, 22.03.2022, #job

Warum Networking im Studium wichtig ist!

Es wird Sie womöglich nicht überraschen, wenn wir Ihnen erzählen, dass offene Stellen oft über persönliche Beziehungen vergeben werden. Ein gut aufgebautes und funktionierendes Netzwerk ist somit ein wichtiger Bestandteil, wenn es darum geht, seine Karriere anzukurbeln. Und obwohl das „Netzwerken“ vor einigen Jahren noch vor allem jenen Personen ein Begriff war, die bereits seit geraumer Zeit im Arbeitsleben stehen, wird das Thema heutzutage auch für Studierende und Berufsanfänger*innen immer relevanter. Denn gerade im Studium können Kontakte zu den richtigen Personen sehr hilfreich sein, um Praktika, Volontariate und Jobangebote zu ergattern. Und diese genutzten Angebote können wiederrum dazu führen, dass man nach Abschluss des Studiums bereits einen guten Draht zu diversen Unternehmen und potenziellen Arbeitgeber*innen aufgebaut hat.

Doch wie baue ich mein Netzwerk auf?

Wenn Sie sich noch nie mit dem Thema „Networking“ beschäftigt haben, haben Sie womöglich Angst, kein funktionierendes Netzwerk aufbauen zu können, da Sie glauben nicht die richtigen Leute zu kennen. Aber Sie können beruhigt sein: Jede*r hat klein angefangen. Außerdem müssen Sie sich bewusst machen, dass Sie bereits ein Netzwerk besitzen: Familie, Freund*innen und Bekannte. Die allermeisten Kontakte in diesem Netzwerk haben Sie dabei ganz automatisch geknüpft und ohne groß darüber nach zu denken. Der erste Schritt zu einem erfolgreichen Netzwerk ist also der, dass Sie Ihr bestehendes Netzwerk prüfen und sich dessen bewusst machen. Nutzen Sie diese Kontakte, wenn Sie z.B. gerade auf Jobsuche sind und thematisieren Sie dies in einem Gespräch. Sie werden überrascht sein, welche Kontakte wiederrum Ihr Netzwerk bereits besitzt.

Kontakt zu Kommiliton*innen

Die Zeit an der Uni bietet die beste Möglichkeit sein bestehendes Netzwerk weiter auszubauen und neue Kontakte zu knüpfen. Es sind vor allem Studienkolleg*innen, die oft Infos aus erster Hand haben, wenn es um Praktika, Jobmöglichkeiten oder Veranstaltungen geht. Gerade durch Personen, die dasselbe oder ein ähnliches Karriereziel haben, lernen Sie schnell und unkompliziert weitere Kontakte kennen. Versuchen Sie jedoch sich nicht nur auf Studierende derselben Studienrichtung zu beschränken, sondern auch mit anderen Studierenden über Ihre Wünsche und Karriereziele zu sprechen. Vernetzen Sie sich mit vielseitig denkenden Personen und verstecken Sie sich nicht in einer „Bubble“ aus Gleichgesinnten.

Kontakt zu Professor*innen

Neben Ihren Studienkolleg*innen sind es vor allem Ihre Professor*innen, die Ihnen bei Fragen rund um den Berufseinstieg oder bei der Karriereplanung weiterhelfen können. Seien Sie mutig, verlassen Sie Ihre Komfortzone und sprechen Sie Ihre Dozent*innen nach der nächsten Vorlesung einfach an. Die Mehrheit wird Ihren Mut und Ihr Engagement zu schätzen wissen und Sie dabei unterstützen, den Kontakt zu der ein oder anderen Person herzustellen.

Social Media

LinkedIn und Xing bieten sehr viel Potenzial und Möglichkeiten, um ein bestehendes Netzwerk weiter auszubauen und neue Kontakte zu knüpfen. Selbst wenn Sie als Student*in noch wenig (fachrelevante) Berufserfahrung gesammelt haben, lohnt es sich, sich bei diesen beiden Plattformen anzumelden. Sobald Sie ein Profil erstellt haben, beginnen Sie am besten damit, sich mit Ihnen bekannten Personen zu vernetzen. Danach könnten Sie Ihr Netzwerk nach Schlagworten durchsuchen und so herausfinden, welcher Kontakt Ihnen bei welchem Anliegen weiterhelfen könnte. Zusätzlich gibt es auf LinkedIn die Möglichkeit direkt nach Jobs zu suchen. Unabhängig davon, ob Sie ein Profil auf Xing oder/und LinkedIn erstellen: Füllen Sie Ihr Profil sorgfältig mit allen relevanten Ausbildungen und Berufserfahrungen und erstellen Sie somit Ihre digitale Visitenkarte. Nur so können auch Personalverantwortliche auf Sie aufmerksam werden, ganz nach dem Motto: Finden lassen anstatt zu suchen!

Besuchen Sie Veranstaltungen

Langsam aber sicher werden auch Veranstaltungen in Präsenz wieder realistisch und möglich. Nutzen Sie diese Möglichkeit und recherchieren Sie wann die nächsten Seminare, Workshops, Vorträge oder Karrieremessen in Ihrer Umgebung sind und nehmen Sie an diesen teil. Sie haben dort die beste Gelegenheit mit beruflich ähnlich gesinnten Personen in Kontakt zu treten. Vergessen Sie dabei nicht am Ende der Veranstaltung die Kontaktdaten auszutauschen und bleiben Sie mit interessanten Personen in Kontakt. Tipp: Fragen Sie bei einer Veranstaltung niemals nach einem Job – das ist ein absolutes No-Go.

Mentoring Programme

Eine weitere Möglichkeit sein berufliches Netzwerk weiter auszubauen, ist die Teilnahme an Mentoring Programmen der eigenen Hochschule. Gerade Personen, die den Bewerbungsdschungel schon hinter sich gebracht haben und bereits beruflich erfolgreich sind, sind spannende Ansprechpartner*innen bei Fragen zum Thema Karriereplanung. Idee eines Mentorships ist, dass Studierenden (Mentees) eine erfahrene Person (Mentor*innen) zur Seite gestellt wird, mit der gemeinsam an Themen wie Berufseinstieg, Arbeiten im Ausland oder Selbstständigkeit gearbeitet werden kann. Auch an der Uni Graz gibt es ein Career Mentoring Programm. Hier finden Sie alle Infos dazu!

Netzwerken ist kein Prozess, der irgendwann abgeschlossen ist. Und da das Networking ein entscheidender Faktor bei der Karriereplanung ist, ist es wichtig, sein Netzwerk auch nach dem Studium zu pflegen und immer weiter auszubauen. Das Wichtigste jedoch ist: Networking beruht auf Gegenseitigkeit. Wenn Sie also z.B. von einer offenen Stelle hören, die perfekt zu einem*einer Bekannten passt: Erzählen Sie davon und empfehlen Sie den*die Kolleg*in. Denn ein Netzwerk kann nur dann funktionieren, wenn alle Mitglieder voneinander profitieren können.


Autorin: Sandra Weidinger
Beraterin und Trainerin im Career Center der Uni Graz


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