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Das Magazin im Süd-Trakt ist fast leer

Freitag, 08.04.2016, #ubwirdneu, uni.blog

Der Umbau der UB Graz rückt immer näher. Erste Anzeichen für Veränderung gibt’s schon. Ein Einblick.

Es ist fast leer. Das alte Magazin im Süd-Trakt der Universitätsbibliothek wurde vor Jahren ausgesiedelt, nur einige wenige Zeitschriften stauben noch vor sich hin. Die Sondersammlung – im Unijargon auch SOSA genannt – nutzt den Bereich aktuell, um die „RARA 1“, ein Bestand besonders alter und wertvoller Bücher an der UB neu zu organisieren. Immerhin: bis Sommer müssen auch sie den Platz räumen - in diesem Gebäude ist der neue Hörsaal mit 430 Plätzen geplant. Gebaut in der Nachkriegszeit, wurde das „alte Magazin“ Mitte der 1950er-Jahre mit einem freistehenden, fünfstöckigen Regalsystem aus Gußeisen ausgestattet, das – für diese Zeit absolut modern – heute das letzte seiner Art weltweit ist.

Doch wohin sind die Bücher gegangen? Reihe um Reihe wurde gepackt und in ein Lager außerhalb des Campus gebracht. In der Weinzöttlstraße haben sie eine neue Heimat gefunden. An diesen Standort übersiedeln auch die administrativen Bereiche der Universitätsbibliothek – Direktion, Erwerbung, Buch- und Medienbearbeitung, Informationsdienste – während der Umbauphase. Bis Ende Juli können Bücher noch wie gewohnt noch entliehen werden, dann ist erstmal für zwei Monate Ausleihsperre. Die Zeit wird benötigt, um die Ersatzquartiere zu beziehen. Verschubregale werden aus den jetzigen Kellermagazinen demontiert und in die Räumlichkeiten in die Weinzöttlstraße transportiert und aufgebaut. Ab 1. Oktober geht dann der Betrieb wieder los. Die Services, die NutzerInnen direkt betreffen, sollen am Campus verbleiben: Ausleihe, Fernleihe, Fachauskunft und Lehrbuchsammlung. Varianten möglicher Standorte werden noch geprüft, entscheiden soll sich dies Anfang Mai. Auch die Sondersammlung mit der Digitalisierung und Restaurierung zieht in den Norden von Graz.


Erste Signale: Semesterhandapparate und mehr e-books!
Schrittweise verändert sich der Betrieb, ändern sich Abläufe und Gewohnheiten an der UB Graz schon jetzt. Gerade sind die BibliothekarInnen dabei, Semesterhandapparate aus dem „Domenig-Bau“ (jeder kennt ihn; gemeint ist das Gebäude mit den offenen Zwischenstöcken, wo die Fachauskunft beheimatet ist und die Studierenden-Lernplätze mit gutem Licht sind) in die jeweiligen Fakultäts- und Fachbibliotheken zu übersiedeln. Für etliche Lehrbücher wird überlegt, adäquate e-book-Varianten zu organisieren, damit einerseits mehr Studierende von einem Buch etwas haben. Anderseits erspart man sich logischerweise auch den Gedanken „Wohin mit dem Buch in der neuen Bibliothek?!“. Im Recherchesystem „unikat“ wird gerade daran gearbeitet bei jedem Werk, das im System verzeichnet ist, den zukünftigen Standort abrufbar zu machen. BenutzerInnen sehen dann auf einen Blick, in welches Ersatzquartier sie müssen, um das benötigte Werk einzusehen oder abzuholen.

 


Schulungen und Lehrbuchsammlungen
Die beliebten Führungen durch den UB-Bau wird es klarerweise nicht geben, die letzte öffentliche Führung findet am 30. Juni 2016 statt. Schulungen zur Recherche oder Literaturverwaltung starten im Herbst wieder am Campus; diesmal in den Räumen der UNI-IT. Die Lehrbuchsammlung bleibt am Standort Uni Graz verfügbar, wohin es sie verschlägt, verraten wir später.


Zahlen am Rande

Die Universitätsbibliothek Graz ist die viertgrößte Österreichs. Mit rund 4 Millionen Medien beherbergt sie ganz schön viel Wissen. Würde man die Buchtitel, die an der Uni-Bib zuhause sind, Cover an Cover reihen, dann ergäben sie die Strecke von Graz nach Grado und retour. Das sind ungefähr 600 bis 700 Kilometer.

 

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