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Detektivarbeit!

#ubwirdneu

Ursula Hofgartner bestellt und verpackt jedes Buch, das getauscht werden will, selbst. Sie durchforstet Zeitungen und das Internet nach Neuerscheinungen. Foto: Uni Graz/Ramschak

Ursula Hofgartner sitzt in ihrer eigenen Bibliothek. Sie recherchiert, fordert Pflichtbücher für die UB ein und tauscht sie gerne wieder weiter.

Das Pflichtexemplarrecht für die Steiermark (§§ 43, 43a und 44 des Mediengesetzes) ist die Grundlage der vielseitigen Aufgaben von Frau Ursula Hofgartner. Laut dem Gesetz müssen von in der Steiermark erschienenen Zeitungen und Zeitschriften, Monographien und sonstigen Medienwerken Exemplare an die UB Graz abgegeben werden.

Von zwei Buchexemplaren, die die Bibliothek auf diesem Weg erhält, wird eines von Frau Hofgartner inventarisiert und zur Katalogisierung weitergegeben.
Das andere Exemplar wird auf eine sogenannte Tauschliste gesetzt. Dieses meist 35 bis 40 Seiten umfassende Dokument enthält Werke, die innerhalb von europäischen Bibliotheken gegen andere Werke getauscht werden können. Oft etablieren sich besondere Tauschbeziehungen, von denen beide Partner schon jahrelang profitieren.

Dieser Vorgang bringt eine große Menge an Medien mit sich, die in einer zweiwöchigen Frist auf einen Tausch warten. Von der Bestellung bis zur Verpackung– Ursula Hofgartner erledigt diese Schritte selbst. Neben vielen Anfragen, die sie erledigt und den Kontakten zu Pflichtlieferanten, die sie pflegt, durchforstet sie auch selbst Zeitungen und das Internet nach Neuerscheinungen.



Ihr Büro ist mittlerweile zu einer kleinen Bibliothek mit eigener Ordnung angewachsen. Zwar ist es für Außenstehende oft schwierig ein System zu erkennen, doch Hofgartner bewahrt gekonnt den Überblick. Die Pflichtexemplare sind chronologisch und nach einer laufenden Nummer sortiert.

Für den bevorstehenden Umzug in die Weinzöttlstraße werden schon Vorbereitungen getroffen. Die Anzahl der gepackten Kisten, die bereit für die Umsiedlung in die Depotbibliothek sind, wächst laufend. Man merkt der Bibliothekarin die Freude an der Arbeit an. Sie drückt es folgendermaßen aus: „Es ist spannend, lustig und manchmal auch ein bisschen Detektivarbeit.“

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