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Ein Hoch auf schreibende Eltern!

Freitag, 04.05.2018, #lehren

Unter dem Motto „Sie schreiben, wir spielen!“ veranstalteten das Schreibzentrum und unikid & unicare am Samstag, den 5. Mai 2018, bereits zum zweiten Mal einen Langen Schreibsamstag mit Kinderbetreuung.

„Bitte komm, mir ist ganz ganz schlecht!“

Kennen Sie das? Eine Abgabefrist rückt rasant näher. Wenn sich alles ausgehen soll, muss man am Abend, wenn die Kinder im Bett sind, unbedingt noch ein bisschen schreiben. Gerade an diesem Tag löst das Einschlafritual der Kleinen einen nahezu unwiderstehlichen Schlafwunsch bei einem selbst aus. Müde und abgespannt begibt man sich trotzdem zum Schreibtisch. Man fährt den PC hoch, checkt noch schnell die E-Mails, begleicht per Internetbanking noch die eine oder andere liegengebliebene Rechnung usw. Endlich ringt man sich durch, sein Arbeitsdokument zu öffnen. Mit Mühe nimmt man den gedanklichen Faden wieder auf, und nach einiger Zeit gelingen tatsächlich ein paar Sätze. Da steht plötzlich die kleine Tochter leichenblass in der Tür und sagt mit bitterlichem Leid in der Stimme: „Bitte komm, mir ist ganz ganz schlecht!“

Hart erkämpfte Schreibzeiten

Wer Kinder zu betreuen hat und wissenschaftliche Texte verfassen möchte, steht immer wieder vor Herausforderungen. Der ohnehin schon langwierige und komplexe Schreibprozess beim Verfassen wissenschaftlicher Texte wird durch ein eng getaktetes Zeitregime und die höhere Wahrscheinlichkeit von unvorhersehbaren Unterbrechungen noch wesentlich erschwert. Schreibzeiten müssen oft hart erkämpft, sorgfältig geplant und besonders konsequent durchgehalten werden. Mit anderen Worten: Schreibende Mamas und Papas nehmen beim Schreiben eine erhebliche Extraanstrengung auf sich. Um dieser Leistung Sichtbarkeit zu verleihen, haben das Schreibzentrum und unikid & unicare am Samstag, den 5. Mai 2018, zum zweiten Mal einen Langen Schreibsamstag mit Kinderbetreuung organisiert.

Ungestörtes Schreiben

An diesem Tag kamen 30 WissenschaftlerInnen und Studierende mit ihren Kindern ins RESOWI und nutzten von 10:00 bis 15:00 Uhr die Gelegenheit, in Ruhe an ihren Seminar- und Abschlussarbeiten, Dissertationen, Habilitationen und Artikeln zu schreiben. Ihre Kinder wurden währenddessen von erfahrenen PädagogInnen betreut, und unterhielten sich mit Spielen, Basteln und Aktivitäten im Freien. Zusätzlich stellte das Schreibzentrum Inputs, Beratungen und ein Schreibmethoden-Buffet bereit, bei dem sich viele TeilnehmerInnen hilfreiche Tipps zum effizienten Schreiben holten. Auch den Austausch mit anderen schreibenden Eltern empfanden viele als Bereicherung, denn das Verfassen von akademischen Texten gehört zweifellos zu den vielen Vereinbarkeitsherausforderungen, denen sich Mütter und Väter zu stellen haben. In diesem Sinne ist es auch Ziel der Veranstaltung, das Thema Vereinbarkeit von Familie und Studium/Beruf einmal mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. Der Schreibsamstag wurde von der Vizerektorin für Personal, Personalentwicklung und Gleichstellung, dem Vizerektor für Studium und Lehre sowie der ÖH Uni Graz finanziell unterstützt und konnte den Teilnehmenden daher kostenfrei angeboten werden.  

Mehr zur Vereinbarkeit von Studium/Forschung und Familie:

Annette Caroline Cremer: Studieren und Forschen mit Kind. Köln: Böhlau 2018. (= UTB 4877)

Julia Spiegl (Hrsg.): Vereinbarkeit von Beruf und familiären Sorgepflichten. Wiesbaden: Springer Gabler 2017.

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