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In einer vermessenen Welt

#ubwirdneu

Martin Kreinz ist Ansprechpartner für alle Themen in der Fachbibliothek für Geographie. Privat reist der Bibliothekar gerne in der Weltgeschichte herum. Fotos: Uni Graz/Tzivanopoulos

Nachhaltigkeit ist großes Thema an der Universität Graz, vor allem aber auch am Institut für Geographie.

Was haben abgeschnittene Kravatten in einer Bibliothek zu suchen? "Das hat Tradition. Nach jeder erfolgreichen Diplomprüfung landet eine mit Datumsangabe hier bei mir", erklärt Martin Kreinz.

An der Fachbibliothek für Geographie vereinen sich alle Länder zu einem großen Ganzen. 40.000 Karten und ebenso viele Bücher gehören zum Bestand. Bibliothekar Martin Kreinz kennt sie alle und wacht über sie

Die Fachbibliothek für Geographie in der Heinrichstraße sieht von außen kleiner aus als sie tatsächlich ist. Über drei Ebenen werden Kartenmaterial, Bücher und Zeitschriften gesammelt und zur Verfügung gestellt. An diesem Dienstagvormittag ist wenig los. Eine junge Frau schreibt an ihrer Masterarbeit und nutzt die ruhigen Räumlichkeiten zum Finalisieren, erfährt man später im Gespräch. „Unser Publikum beschränkt sich aber nicht nur auf Studierende und Institutsangehörige, die Informationen und Literatur für Studium und Forschung benötigen“, schildert Bibliothekar Martin Kreinz. „Sehr viele externe BenutzerInnen kommen, um in alten Materialien, vor allem in Karten, zu schmökern“, führt er aus. Obwohl: auch hier hält die Digitalisierung Einzug, vielmehr wird heutzutage auf elektronisches Angebot zurückgegriffen. Recherchieren, lernen und lesen kann man montags bis freitags neun bis zwei Uhr, in den Ferien bis 13 Uhr.

An der FB Geographie gibt es neben der üblichen Vorlesungsliteratur, neben den vielen Atlanten, Schulbüchern und Statistiken auch Reiseführer von Andalusien bis Zypern. Gebraucht werden sie – „weil GeographInnen ja bekanntlich gern und viel reisen“ – vor allem wissenschaftlich, in der Haupturlaubszeit werden sie aber auch von Interessierten mit Affinität zum Reisen ausgeliehen, meint der Bibliothekar, der in seiner Freizeit selbst gerne Weltenbummler ist. Ausgeborgt werden kann (beinahe) jedes Medium, Restbestände von bildhaften Reisezeitschriften werden sogar zur freien Entnahme angeboten. „Oftmals bekommen wir ganze Schachteln voll mit Zeitschriften, wie etwa Geo oder National Geographic, die wir dann mit unserem Bestand abgleichen und Dubletten ausmustern.“

Nachhaltig und Digital
Drei Schwerpunkte hat die Bibliothek: Regionalgeographie, GIS – Geographisches Informationssystem und Nachhaltigkeit. Letzterem ist eine ganze Wand gewidmet mit Büchern aus unterschiedlichen Wissenschaftszweigen, die zu diesem Zukunftsthema passen. Ebenso nicht fehlen darf der Fischer Weltalmanach, der seit der ersten Ausgabe gut sortiert im Regal steht. Und natürlich auch der Roman „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann. „Sie sehen, wie weit die Bandbreite an Themen hier vertreten sind.“

Überhaupt ist der Ton an der FB Geographie ein sehr einladender: Jeder wird freundlich(st) gegrüßt und in ein kurzes Gespräch verwickelt. Wird fachliche Unterstützung benötigt, steht Martin Kreinz mit all seinem Fach-Wissen, das er sich in den 20 Jahren angeeignet hat, zur Seite. „Ich versuche zu helfen und zu unterstützen wo es geht“, schmunzelt er. Wertvoll sind die Tipps, die der Bibliothekar vermeintlich verzweifelten Studierenden über die richtige Prüfungsliteratur gibt. „Jede/jeder PrüferIn hat sein eigenes Lehrbuch, ich gebe da Hinweise.“ Eine Bibliothek mit Wohlfühlcharakter eben.

 

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